@Faster, wenn Du ein Pferd reitest oder führst, daß nicht in die Hand geht, sind Fleece-Handschuhe sehr gut. Zügel fest halten geht mit diesem Material nicht, aber sonst: sehr warm. Wichtig ist, daß sie nicht eng sind, denn dann frierst Du auch damit. Leder mit Innenpelz ist auch sehr warm, nur sind die meist so dick, daß ich für die Zügel gar kein richtighes Gefühl mehr habe.
Heute war´s schön: seit gestern abends schneit es sanft und leise und nun liegt aufgrund der tiefen Temperaturen eine luftig weiche gut 25cm hohe Schneedecke über der stillen Landschaft....
Als ich mit dem Halfter in der Hand den Auslauf betrete und mir noch nicht ganz schlüssig bin, welches Pferd ich heute nehme, heben die Süßen die Köpfe vom Heu und der Dicke läuft, noch vor den Stuten, welche er wütend abdrängt, auf mich zu und in einem Karree gleich in den Stall. (So wäre diese Entscheidung auch getroffen

.) Als ich hinter ihm den Stall betrete, stehe ich vor seinem Hinterteil. Er wendet seinen Kopf zu mir und aus seinen Augen blitzt es übermütig. Schnell gesattelt und raus geht´s. Bis wir den kleinen Feldweg erreichen, zeigt er mir drei oder viermal mit ganz leisem verhaltenen Quietschen sowie Kopf- mit Halsschlenkerern seine überschäumende Freude. Endlich biegen von der blankgeschabten gesalzenen Straße links ab.
Jungfräulich liegt der Schnee vor uns und es ist so kalt, daß es unter den Hufen bei jedem Schritt knirscht und die Bäume hin und wieder unter dem sanften Wind leise knacken.
Schnell haben sich die Tasthaare um die Nüstern mit Eis überzogen, ab und zu nimmt mein Pferd einen Mund voll Schnee und zerdrückt ihn unter leisem Schmatzen. Der erste Trab ist zu Beginn, trotz Übermut, eher vorsichtig. Mein Pferd testet den Untergrund.
Später streckt er sich allmählich, die Muskeln und Sehnen sind nun warm und dann läßt er sich in passageartigen kraftvollen Tritten fliegen. Die kalte Luft schneidet ein bißl im Gesicht, alles andere ist dick vermummt. Mit großer Zufriedenheit schnaubt der Schecke ab.
Als wir die grauen Buchenstämme hinter uns lassen und in den dunkelgrünen Nadelwald wechseln, überfällt uns die blanke Lebensfreude, mein Dicker springt in einen Galopp und wir diskutieren ganz kurz über Bocksprünge, dann hält uns aber nix mehr

und ab geht die Post .......
Als ich daheim im Hof absteigen will, bleibe ich, steifgefroren wie ich bin, im Runterrutschen mit einem Jackenknopf am Knauf hängen. Gerade kann ich mich noch ein wenig nach vor bewegen, um nicht am Sattel wie ein Sack hängen zu bleiben, dann purzel ich zu Boden und ich lande rücklinks im Schnee.
Der entsprechende Jackenknopf ist mit einem Stück vom Leder herausgerissen. Letztendlich tut´s dem schönen Ritt aber keinen Abbruch.
@Trolli, einen wunderschönen Vollmondritt Euch und erzähl wie´s war!
LG
Greta